Dank positiver Signale vom Metall- und Energiesektor hatte der CRB Index letzte Woche zu einem 10-Wochen-Hoch gefunden, bevor der wieder erstarkende Dollar etwas Schwung aus der Entwicklung nahm.
Der Goldpreis setzte derweil seine Entkopplung vom US-Dollar fort. Ole S. Hansen, Mitglied des Strategieteams der Saxo Bank, erklärt: „Gold und Dollar stiegen, weil die Anleger verunsichert darüber waren, wie es mit Griechenland weitergehen würde. Allerdings profitierte der Goldpreis ungleich stärker als der Dollar und hatte seine beste Woche seit drei Monaten.” Nicht zuletzt wegen der kürzlich angestiegenen Nachfrage seitens ETFs werde der Fragiler Goldpreis weiteren Auftrieb erhalten, so Hansen.
Höhenflug bei Industriemetallen
Die Preise bei den Industriemetallen wie Kupfer, Aluminium und Nickel erholen sich wieder. „Viele Unternehmen stocken ihre Lager auf, weil sie in Erwartung einer sich erholenden Weltwirtschaft schnell bereit sein wollen, ihre Produktion wieder hochzufahren”, kommentiert Rohstoffexperte Hansen. „Der LME Index für Industriemetalle sprang letzte Woche auf seinen höchsten Stand seit 20 Monaten.” Grund für diesen Höhenflug sei aber wohl eher gewesen, dass Investoren getrieben von positiven Wirtschaftsdaten Geld in den Sektor schossen. „Solange der Markt keine Bestätigung für den tatsächlichen Verbrauch sieht, bleiben die gestiegenen Preise anfällig für Korrekturen”, erläutert Hansen abschließend. (ir)
Quelle: FONDS professionell ONLINE