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Fragen und Antworten zur Abgeltungsteuer
Sie Abgeltungsteuer ist seit Juli 2007 beschlossene Sache. Sie tritt am 01.01.2009 im Rahmen des Unternehmenssteuerreformgesetzes in Kraft.

1.
Wie hoch ist die Abgeltungsteuer und welche Einkünfte sind betroffen?
2.
Wie wird die Abgeltungsteuer erhoben?
3.
Was passiert mit Investmentfonds-Sparplänen?
4.
Welche Auswirkung hat die Abgeltungsteuer auf Investmentfonds-Einmalanlagen?
5.
Wie erfolgt die Besteuerung von Riestersparverträgen?
6.
Gibt es einen Unterschied zwischen thesaurierenden und ausschüttenden Fonds?
7.
Was ändert sich bei VL-Sparplänen?
8.
Wer profitiert von der neuen Regelung?

1. Wie hoch ist die Abgeltungsteuer und welche Einkünfte sind betroffen?
Ab 01. Januar 2009 werden Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne bei Neuanlagen oberhalb des Sparerpauschbetrags mit 25% (plus 5,5% Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer) versteuert. Die Abgeltungsteuer gilt als "Differenzbesteuerung", es wird der Differenzbetrag zwischen Kauf- und Verkaufskurs besteuert. Bemessungsgrundlage für die Abgeltungsteuer ist der Unterschiedesbetrag zwischen den Einnahmen aus der Veräußerung und den Anschaffungskosten von Wertpapieren - abzüglich des Sparerpauschbetrags (Sparerfreibetrag plus Werbungskostenpauschale von 801 Euro bzw. 1.602 Euro). Der bislang mögliche individuelle Werbungskostenabzug - über den Pauschalbetrag hinaus - entfällt.


2. Wie wird die Abgeltungsteuer erhoben?
Die Abgeltungsteuer wird an der Quelle erhoben. Sie wird von den depotführenden Kreditinstituten einbehalten und direkt an das Finanzamt abgeführt. Inländische Verwahrstellen ziehen die Abgeltungsteuer direkt ab, ehe sie die Zinsen, Dividenden oder Kursgewinne gutschreiben. Ausländische Verwahrstellen wie Luxemburger Depots stellen Anlegern dagegen regelmäßig eine Übersicht über die Ertäge zur Verfügung, die der Abgeltungsteuer unterliegen. Der Anleger muss diese Erträge dann im Rahmen seiner Einkommensteuer darlegen.


3. Was passiert mit Investmentfonds-Sparplänen?
Für Fondssparpläne gilt: Alle Sparraten, die bis zum 31.12.2008 erfolgen, fallen unter die alte Regelung und unterliegen damit dem Bestandsschutz. Nach Ablauf der einjähigen Spekulationsfrist sind realisierte Kursgewinne steuerfrei. Sparraten, die nach dem 01. Januar 2009 erfolgen, fallen unter die neue Regelung. Ab 2009 sind also sämtliche Erträge (realisierte Kursgewinne sowie Zins- und Dividendenerträge) - sofern sie den Sparerfreibetrag überschreiten - pauschal mit 25% zu versteuern.


4. Welche Auswirkung hat die Abgeltungsteuer auf Investmentfonds-Einmalanlagen?
Stichtag für die Neuregelung ist der 01. Januar 2009. Für alle Fondskäufe, die bis zum 31. Dezember 2007 getätigt werden, gilt weiterhin die heute noch bestehende Steuerregelung - also auch die Spekulationsfrist von einem Jahr. Hier gilt der so genannte Bestandsschutz. Kauf ein Anleger beispielsweise 2008 Wertpapiere und hägt diese mindestens ein Jahr, kann er danach jederzeit Kurzgewinne steuerfrei vereinnahmen - und sei es in 25 Jahren! Nur Zinsen und Dividenden sind auch bei "Altanlagen" ab 2009 pauschal mit 25% zu versteuern.


5. Wie erfolgt die Besteuerung von Riestersparverträgen?
Für die Riesterrente ergeben sich duch die Einführung der Abgeltungsteuer keinerlei Veränderungen. Die Erträge werden weiterhin nachgelagert besteuert und unterliegen dem persönlichen Einkommensteuersatz des Anlegers.


6. Gibt es einen Unterschied zwischen thesaurierenden und ausschüttenden Fonds?
Für über Fonds vereinnahmte Zinsen und Dividenden wird sich nichts wesentliches ändern: Sie fließen mit der Ausschüttung zu bzw. gelten bei Thesaurierung mit dem Geschäftsjahresende des Fonds als zugeflossen und sind damit jährlich auf Anlegerebene zu versteuern, auch wenn thesaurierte Erträge tatsächlich im Fonds verbleiben. Damit Anleger bei thesaurierenden Fonds beim Verkauf der Anteile keiner Doppelbesteuerung unterliegen, können sie ihren Veräußerungsgewinn um die bereits versteuerten Beträge bereinigen.


7. Was ändert sich bei VL-Sparplänen?
Staatlich geförderte VL-Verträge mit vermögenswirksamen Leistungen des Arbeitgebers werden ab dem 1. Januar 2009 steuerlich genauso behandelt wie normale Fondssparpläne. Dividenden- und Zinserträge sind dann ebenso wie realisierte Kursgewinne oberhalb des Sparerpauschbetrags zu versteuern.


8. Wer profitiert von der neuen Regelung?
Mit dem automatischen Steuerabzug ist die Steuerschuld eines Anlegers zukünftig abgegolten. Auch wenn der persönliche Steuersatz über 25% liegt, wird zukünftig ausschließlich der Abgeltungsteuersatz gezahlt. Es profitieren daher vor allem Steuerpflichtige, deren Steuersatz über 25% liegt. Sie zahlen auf alle Kapitaleinkünfte nur noch 25% Einkommensteuer und brauchen diese Einkünfte nicht mehr nach dem individuellen Steuersatz zu versteuern. Geringverdiener mit einem Steuersatz unter 25% können von einer Veranlagungsoption Gebrauch machen und ihre Kapitaleinkünfte in der persönlichen Steuererklärung angeben. Die eventuell zuviel gezahlte Abgeltungsteuer wird dann erstattet.



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